Nach der knappen Niederlage im Spiel zuvor wollte man die Punkte im Limmattal behalten.
Unihockey Limmattal : UHC Basel United 4:3 (0:1)
Limmattal erwischte einen schlechten Start in die Partie. Bereits nach zweieinhalb Minuten geriet man durch einen Weitschuss in Rückstand. Auch danach brachte Limmattal nicht dieselbe Energie auf das Feld wie noch im vorangegangenen Spiel. Zwar hatte man den Gegner mehrheitlich unter Kontrolle, doch passte man sich eher dessen Spielweise an, anstatt das eigene Spiel durchzusetzen. Dass man mit einem 0:1 in die Pause ging, war deshalb keine grosse Überraschung. Für die zweite Halbzeit war klar: Es muss eine Schippe draufgelegt werden, wollte man die Punkte im Limmattal behalten.
Nach der Pause wollte Limmattal eine Reaktion zeigen. Stattdessen musste man zunächst das 0:2 hinnehmen. Ein Basler wurde vor dem Tor von Korset, die diesmal das Limmattaler Gehäuse hütete, sträflich allein gelassen und hatte keine Mühe, den Ball im Netz unterzubringen. Spätestens jetzt war eine Reaktion gefragt. Limmattal liess nun den Ball vermehrt laufen, suchte konsequenter den Weg nach vorne und versuchte, den Gegner früh unter Druck zu setzen. Nach einem erfolgreichen Pressing kullerte der Ball vor das Basler Tor. Da stand Suter und hatte keine Mühe, das Spielgerät über die Linie zu befördern. Spätestens jetzt war Limmattal definitiv in der Partie angekommen. Knapp fünf Minuten und einige gute Chancen später schnappte sich Stillhart den Ball und leitete sofort den Angriff ein. Sein perfekt getimtes Zuspiel verwertete Fuhrer souverän mit einem Schlenzer in die weite Ecke zum 2:2. Weitere knapp fünf Minuten später eroberte Ramé in der offensiven Ecke den Ball und spielte sofort zu Allaz vor das Tor. Dessen Abschluss konnte der Basler Torhüter noch so ablenken, dass der Ball auf die Latte sprang. Von dort fiel er zurück vor das Tor und fand irgendwie doch noch den Weg über die Linie. Limmattal hatte die Partie gedreht und führte plötzlich mit 3:2. Die Freude über die Führung währte allerdings nicht lange. Nicht einmal eine Zeigerumdrehung später glich Basel mit einem Buebetrickli wieder aus. Damit war für eine spannende Schlussphase gesorgt. Die Zuschauer auf den Rängen spürten, dass hier noch etwas möglich war, und peitschten das Team lautstark nach vorne. Auch das Coachingduo Graf/Stillhart war überzeugt, dass der Sieg noch in Reichweite lag, und nahm 32 Sekunden vor Schluss das Time-out. Dabei ging es weniger um taktische Anweisungen als vielmehr darum, nochmals durchzuatmen, Kräfte zu sammeln und anschliessend mit voller Energie den letzten Angriff zu starten. Nach einer guten Basler Chance kam Mordasini in Ballbesitz. Mit einem regelrechten Energieanfall sprintete er über das gesamte Feld und suchte den entscheidenden Treffer. Der starke Basler Schlussmann konnte seinen Abschluss zwar noch zur Seite abwehren, doch dort stand Suter goldrichtig. Acht Sekunden vor Schluss beförderte er den Ball zum vielumjubelten 4:3-Siegtreffer über die Linie!
Ein hart erkämpfter Sieg, der dank einer starken Teamleistung und guter Mentalität doch noch ins Trockene gebracht werden konnte.
Tore:
02:30 0:1
22:43 0:2
26:23 1:2 Suter (Vuotto)
31:05 2:2 Fuhrer (Stillhart)
36:50 3:2 Allaz (Ramé)
37:40 3:3
59:52 4:3 Suter (Mordasini)